Bauliche Erhaltung: Asphalt bewahrt.

Neben dem Neubau von Straßen wird die Erhaltung des Straßennetzes immer wichtiger. Das mehr als 600 000 km lange deutsche Straßennetz ist überwiegend mit Asphalt befestigt, sodass die Erhaltung von Asphaltstraßen eine entsprechend große Rolle spielt.

In der baulichen Erhaltung werden häufig Bitumenemulsionen eingesetzt. Zu ihrer Herstellung werden Destillationsbitumen in einem wässrigen Medium (Wasser und Emulgator) dispergiert, also sehr gleichmäßig und fein verteilt.

Bitumenemulsionen sind so dünnflüssig, dass sich ihre Erwärmung vor der Verarbeitung in den meisten Fällen erübrigt. Sie haben eine hohe Benetzungsfähigkeit, haften so selbst auf feuchten Mineralstoffen. Und sie sind unbrennbar, geruchlos und umweltfreundlich.

Emulsionen aus Destillationsbitumen werden für Oberflächenbehandlungen von Straßendecken im Rahmen von Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen eingesetzt. Bei hohen Beanspruchungen werden Emulsionen aus polymermodifizierten Bitumen bevorzugt.

Die Anforderungen an Bitumenemulsionen finden sich in den „Technischen Lieferbedingungen für Bitumenemulsionen im Straßenbau (TL BE-StB 07)“.

Die Erhaltung von Asphaltstraßen ist grundsätzlich in den „Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für die Bauliche Erhaltung von Verkehrsflächenbefestigungen – Asphaltbauweisen (ZTV BEA-StB 09/13)“ geregelt.

Dabei gilt folgende Begriffssystematik:

Erhaltung wird unterteilt in betriebliche Erhaltung (Kontrolle, Wartung) und bauliche Erhaltung (Instandhaltung, Instandsetzung, Erneuerung).

Im Rahmen der baulichen Erhaltung können verschiedene Asphaltbauweisen eingesetzt werden. Ziele der baulichen Erhaltung sind: Erhalt des Gebrauchswerts (Rauheit, Griffigkeit, Dränagevermögen, Ebenheit, Längsebenheit, Querebenheit, Helligkeit) und Erhalt der Substanz (Verformungsbeständigkeit, Tragfähigkeit, Frostsicherheit, Entwässerung). Sie erhalten die TL BE-StB 07 und ZTV BEA-StB 09/13 beim FGSV Verlag.

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