Bitumen hält dicht – seit Tausenden von Jahren.

Eine der ältesten Anwendungsformen von Bitumen und Asphalten ist zweifelsfrei die der Abdichtung. Die alten Sumerer verwendeten bereits um 3000 v. Chr. eine Art Mastix als Bodenbelag für ein Tempelbad.

Ein Paradebeispiel für sehr frühe Hochtechnologie im Zusammenhang mit Bitumen und Abdichtungen ist die Uferbefestigung bei Assur (früher Qalat Shergat) aus der Zeit um 1300 v.Chr. Diese Uferbefestigung diente als Schutz vor dem Hochwasser des Tigris und war zur Zeit der Ausgrabungen Anfang des 20. Jahrhunderts noch voll funktionstüchtig.

Allgemein ist anzumerken, dass Asphaltbeton mit einem Hohlraumgehalt von ≤ 3 Vol.-% als wasserdicht gilt und dieser Wert am eingebauten Mischgut erreicht werden muss.

Talsperren

Zur sicheren und dauerhaften Abdichtung künstlich geschaffener Dämme und Speicherbecken werden Asphaltbeläge oder auch Bitumen-Dichtungsbahnen verwendet.

Speicherbecken

Zur Abdichtung der Sohlen und Böschungen von Speicherbecken aber auch von künstlichen Seen oder Kanälen eignen sich Asphalt und Bitumen-Dichtungsbahnen aufgrund ihrer Wasserdichtigkeit ausgezeichnet.

Hochwasserschutz

Die Abdichtung von Küstenschutzbauwerken erfolgt häufig mit Asphalten. Seedeiche, Hafenmolen und Strandbuhnen werden mit Asphalt gefüllt oder abgedichtet; dadurch sind sie gegen Wellenschlag und Seewasser beständig.

Deponiebau

Bei der Anlage von Deponien haben sich Abdichtungen aus Asphalt und Bitumen-Dichtungsbahnen bewährt, da sie von den meisten Chemikalien nicht angegriffen werden. Sie schützen den Untergrund dauerhaft vor dem Eindringen von Schadstoffen und können langsame Verformungen schadensfrei aufnehmen.