Weitere Anwendungen
Sonstige Flächenbefestigungen
Flächen für den ruhenden Verkehr, beispielsweise Parkflächen, werden zunehmend mit Asphalt befestigt. Da ihre Beanspruchung geringer ist, genügt meist eine abgeminderte Dicke der Asphaltschicht, die aber im Hinblick auf die zu erwartende Belastung durch gelegentlichen LKW-Verkehr dennoch über eine ausreichend hohe Standfestigkeit verfügen muss.
Für Beläge von Parkdecks hat sich Gussasphalt bewährt. Neben der Abdichtung des Betonbauwerks bietet dieser Belag eine verschleißfeste, rutschfeste und pflegeleichte Oberfläche.
Asphalttechnik im Flugplatzbau
Start- und Landebahnen müssen eine Menge aushalten. Die zunehmenden Gewichte moderner Verkehrsmaschinen, Witterungseinflüsse und die Einwirkung aggressiver Auftaumittel beanspruchen die Deckenoberfläche in hohem Maße.
Asphaltbefestigungen sind fugenlos, bieten hohe Ebenheit, eine gute Griffigkeit und höhere Resistenz gegen Eisbildung und die genannte Tausalzeinwirkung. Roll-, Start- und Landebahnen nationaler und internationaler Flugplätze werden daher bevorzugt in Asphaltbauweise ausgeführt.

Fahrbahnbeläge auf Brücken
Aufgrund seiner viskoelastischen Eigenschaft hat sich der Baustoff Asphalt als besonders geeignet für Brückenbeläge erwiesen. Mit Asphalt, vorzugsweise Gussasphalt, lassen sich relativ dünne Beläge bauen, die wegen ihres geringen Gewichtes zur Wirtschaftlichkeit des Bauwerks beitragen. Die dauerhafte Verbindung des Asphalts mit den Unterlagen aus Beton oder Stahl ist dabei besonders wichtig. Der Asphaltbelag schützt das Bauwerk vor dem Eindringen von Wasser und Schadstoffen.
Straßenerhaltung

Der besondere Vorteil der Asphaltbauweise zeigt sich bei der Straßenerhaltung. Es gibt eine Vielzahl bautechnischer Möglichkeiten, um die von Verkehr und Witterung angegriffene Fahrbahnbefestigung schnell und kostengünstig wieder in einen ordnungsgemäßen Gebrauchszustand zu versetzen. Die Erhaltung beschränkt sich meist auf die Deckschicht, die als „Verschleißschicht“ anzusehen ist und je nach Verkehrsbeanspruchung alle 10 bis 20 Jahre instand gesetzt werden muss.
Für die Instandsetzung von geringer belasteten Deckschichten, z.B. zur Abdichtung von Rissen oder zur Wiederherstellung einer griffigen Oberfläche eignet sich schon eine Oberflächenbehandlung (OB). Das Bindemittel muss dabei eine gute Haltbarkeit aufweisen und kann sowohl heiß als auch kalt als Emulsion aufgespritzt werden. Polymermodifizierte Bitumen haben sich bei diesen Anwendungen besonders bewährt.
9. Weitere Anwendungen (48.7 kB)
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